Syrien, IS-Terror und der Westen

Hier aus aktuellem Anlass ein paar Hintergrund-Informationen zum Thema Syrien.

Der Autor David Rother stellt bei SEIN.de eine Chronologie der bisherigen, geschichtlichen Ereignisse auf. Diese zeigen deutlich auf, dass der Westen dort seit jeher kräftig mitmischt, eigene Interessen vertritt und aktiv Einfluss ausgeübt hat, so dass die heutige Lage überhaupt erst entstehen konnte: „Der IS, Syrien und der Einfluss des Westens“

Noch detailliertere Einblicke finden sich in einem JUNGE WELT Interview mit dem britischen Ethnologen Jeremy Keenan: „Es war ein schweres Verbrechen“ und (als PDF hier). Auch diese Quelle bringt zum Vorschein, dass der sich jetzt gern als völlig unschuldig in der Opferrolle gebende Westen maßgeblich die Situation mit Krieg und Terror mitgeschaffen hat.

Diese Zusammenhänge sollten bei der politischen Einschätzung der Lage sowie Reaktionen darauf nicht unberücksichtigt bleiben. Bislang meinten vor allem die USA, das Problem mit einem „War against terror“ beheben zu können. Dieser Ansatz dürfte über weite Strecken gescheitert sein.

»Krieg ist Terror der Mächtigen und Terror ist Krieg der Ohnmächtigen«

(Peter Ustinov)

Die Lösung sollte hier bei uns in Zentraleuropa beginnen. Das Verhalten von Europa und den USA wird über die Zukunft entscheiden.

Holger Roloff, 20. November 2015

Nachtrag vom 03. Dezember 2015: Jürgen Todenhöfer berichtet im Interview von seinen Erfahrungen im Nahen Osten (hier)

Nachtrag vom 09.Dezember 2015: ein starkes Plädoyer für kritische Theorie und Selbstreflexion unserer Gesellschaft findet man derzeit vom EXIT Autor Herbert Böttcher auf der Seite der Redaktionsgruppe. Darin wird die augenblickliche Situation mit der so genannten „Flüchtlingskrise“ in einen großen Gesamtrahmen der Krise des Kapitalismus eingeordnet (hier)

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